Von der WM 2006 zur WM 2011 – „1000 Mini-Spielfelder”

Von Kiel bis Konstanz, von Berlin bis nach Baden-Baden hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seit Frühjahr 2008 deutschlandweit 1000 Mini-Spielfelder errichtet. Durch dieses Projekt, das gezielt in die Nachhaltigkeit der WM 2006 investiert, schafft der DFB eine einmalige Infrastruktur für Kinder und Jugendliche: Jeder Fußballkreis verfügt nun über mindestens ein Mini-Spielfeld, über das in Kooperation mit dem DFB zukünftig wichtige Themen der Fußballentwicklung noch besser kommuniziert und dabei die Menschen an der Basis direkt mit einbezogen werden können.

Vier Kinder im DFB-Trikot beim Fußball spielen auf einem neu errichteten Mini-Spielfeld

Für ein solches modernes Fußball-Kleinspielfeld, das mit Kunststoffrasen sowie Banden mit integrierten Toren ausgestattet und circa 13 Meter mal 20 Meter groß ist, konnten sich Schulen und Sportvereine bewerben. Voraussetzung war, dass jeweils eine aktive Kooperation zwischen Schule und Verein besteht bzw. durch das Projekt ins Leben gerufen wird. Nach einem vom DFB konzipierten Verteilerschlüssel wurden aus rund 5000 Bewerbungen 1000 Mini-Spielfelder auf die 21 Landesverbände verteilt.

Die Auswahl der Standorte erfolgte anschließend über die Landesverbände selbst. Neben einer bewussten regionalen Streuung der Mini-Spielfeld-Standorte über ganz Deutschland wurde besonders darauf geachtet, mit dem Bau eines Mini-Spielfeldes die lokale Fußball-Infrastruktur zu verbessern, also neue Spielmöglichkeiten zu schaffen.

Ein volles Mini-Spielfeld zu einer EröffnungsveranstaltungDer Bau der 1000 Mini-Spielfelder wurde zum großen Teil aus den Überschüssen der WM 2006 realisiert: So stellte der DFB für dieses Projekt rund 25 Millionen Euro zur Verfügung. Mittel aus dem „UEFA-HatTrick-Programm” sind in das Projekt ebenfalls eingeflossen.

Die Leistung des DFB lag in der Bereitstellung und des Aufbaus des Mini-Spielfeldes. Die Standorte selbst waren für Vorleistungen am jeweiligen Grundstück verantwortlich, was nach detaillierten Bauplänen erfolgte, die der DFB zur Verfügung stellte.

Im Jahr 2009 schloß der DFB das Projekt „1000 Mini-Spielfelder” offiziell ab. Damit ist der Bau aller Felder beendet, das „Kicken” geht dann aber erst so richtig los: Als Folgeprojekt zum Bau der Felder finden ab Mai 2009 bis zur FIFA Frauen-WM 2011 Aktionstage auf den Mini-Spielfeldern statt.